Wer bei zwei Anbietern Geld einzahlt, hat trotzdem nur ein Limit. Nach der FAQ der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder dürfen Spielende innerhalb eines Kalendermonats insgesamt nicht mehr als 1.000 € anbieterübergreifend einzahlen. Die Einzahlungen bei allen Anbietern mit deutscher Erlaubnis werden also zusammengezählt, und ist das Limit erreicht, werden weitere Einzahlungen technisch unterbunden.
Wer das Limit zählt
Ein einzelner Anbieter kennt nur seine eigenen Einzahlungen. Damit eine Grenze über alle Anbieter hinweg wirkt, braucht es eine Stelle, die die Einzahlungen eines Spielers zusammenführt. Das ist die Limitdatei des Länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystems, kurz LUGAS. Die GGL schreibt, dass die Einhaltung des Limits dadurch sichergestellt wird, dass die Anbieter an diese Datei angebunden sind.
Zu LUGAS gehört eine zweite Datei, die Aktivitätsdatei. Nach der Übersicht der GGL ermöglicht sie, das parallele Spielen bei mehreren Glücksspielanbietern im Internet zu verhindern. Anbieter sind außerdem verpflichtet, einen Spieler auf dessen Verlangen in dieser Datei inaktiv zu setzen.
Was bei einer Änderung gilt
Ihr müsst die 1.000 € nicht ausschöpfen. Die GGL nennt ausdrücklich die Möglichkeit, ein niedrigeres Limit zu wählen. Für Änderungen gilt nach der LUGAS-FAQ:
- Eine Verringerung des Limits wird sofort wirksam.
- Eine Erhöhung greift erst nach einer Frist von sieben Tagen.
- Das anbieterübergreifende Limit wird jeweils am Monatsersten zurückgesetzt.
Die FAQ nennt außerdem einen Sonderfall: Auch fehlgeschlagene Einzahlungen werden erfasst, etwa nach dem Abbruch durch eine schlechte Internetverbindung, bei einem gesperrten Zahlungsweg oder einem gescheiterten Login, und sie können das Limit ausschöpfen. Das ist nach der FAQ gesetzlich vorgeschrieben und lässt sich nicht korrigieren. Jeder Anbieter kann es allerdings durch die Gestaltung seiner Zahlungsabwicklung verhindern.
Wann das Limit höher sein darf
Die 1.000 € sind eine Regel mit Ausnahmemöglichkeit. Nach der GGL sieht der Glücksspielstaatsvertrag 2021 die Möglichkeit vor, das Einzahlungslimit zu erhöhen; die Behörde legt fest, unter welchen Voraussetzungen ein Anbieter im Einzelfall ein höheres Limit gewähren darf. Als Bedingungen nennt die FAQ:
- keine Spielsuchtgefährdung: Spielende dürfen kein suchtauffälliges Spielverhalten zeigen,
- eine hinreichende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die sich nachweisen lassen muss. Als Belege nennt die Seite etwa Steuerbescheide oder Kontoauszüge; eine Selbstauskunft genügt nicht.
Ein erhöhtes Limit kann bis zu 10.000 € pro Monat betragen. Ein Limit zwischen 10.000 und 30.000 € ist nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spielenden eines Anbieters zulässig, gemessen am Durchschnitt der vergangenen drei Monate. Das ist eine Ausnahme mit Nachweispflicht und keine Einstellung, die man einfach wählt, und ob ein Anbieter überhaupt eine Erhöhung anbietet, entscheidet er selbst.
Was die GGL über euch weiß
Die Daten in LUGAS liegen nach der FAQ nur pseudonymisiert vor. Die GGL kennt weder Namen noch Geburtsdatum noch Adresse, und die Spieler-ID ist weder der Nutzername noch die E-Mail-Adresse. Die Behörde kann außerdem ein Limit nicht für euch ändern. Grundsätzlich liegen immer nur die aktuellen Daten eines Monats im System.
Quellen und Stand
Die Angaben folgen der GGL-FAQ Einzahlungslimit und Höchsteinsatz (aktualisiert am 25.08.2026), der FAQ zu LUGAS (aktualisiert am 06.08.2025) und der Übersicht Spielerschutz: Gesetze, Nutzen und Maßnahmen (aktualisiert am 26.05.2026). Gelesen haben wir sie am 13. Oktober 2026. Die GGL passt ihre Seiten an, maßgeblich ist der jeweils aktuelle Wortlaut dort. Wie sich das Limit im Alltag auf Ein- und Auszahlungen auswirkt, steht auf unserer Seite zu Ein- und Auszahlung.
Häufige Fragen
Gilt das Limit pro Anbieter oder insgesamt?
Insgesamt. Nach der GGL dürfen Spielende innerhalb eines Kalendermonats nicht mehr als 1.000 € anbieterübergreifend einzahlen, die Einzahlungen bei allen Anbietern werden also zusammengezählt.
Kann ich mein Limit niedriger setzen?
Ja. Eine Verringerung des Limits wird nach der LUGAS-FAQ sofort wirksam, eine Erhöhung erst nach einer Frist von sieben Tagen.
Wann beginnt das Limit von vorn?
Das anbieterübergreifende Limit wird jeweils am Monatsersten zurückgesetzt.
Was ist LUGAS?
Das Länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem. Die Anbieter müssen an seine Zentraldateien angebunden sein, die Limitdatei und die Aktivitätsdatei.
